Der „not my f*cking job“-Award

Heute verleihe ich zum ersten Mal den „not my fucking job“ Orden (den ich liebevoll NOMFJO nenne).

Und der NOMFJO geht aaaaaaaaan…….

Die Kardio-Mitarbeiterinnen, welche meine Patientin 1.5h haben sitzen lassen, weil ich sie aus Unkenntnis nach der telefonischen Anmeldung eines EKGs ins falsche Wartezimmer (Medizin statt Kardio) geschickt habe. Räumliche Differenz: Satte 15 Meter, am gleichen Gang, in Sichtweite. Die netten Damen haben es nicht für nötig befunden, bei mir rückzufragen, als die Patientin nach einer halben Stunde noch immer nicht direkt bei ihnen im Zimmer sass – was das Missverständnis natürlich aufgelöst hätte-, sondern gingen kommentarlos eine Stunde in die Mittagspause. Erfahren habe ich davon nur zufällig, weil sich die Patientin bei der nahem Überwachungsstation gemeldet hat mit der Frage, wann es denn nun weitergehe.

Herzliche Gratulation!

Werbeanzeigen

3 Kommentare zu „Der „not my f*cking job“-Award“

  1. Es ist wohl einfach – nicht alle haben ihren Beruf als Berufung, sondern einfach nur um Geld zu verdienen. Eben ein „Job“ ! Das „Feu sacré“ fehlt oder es wurde ihnen gelöscht …
    Und ein gelebtes Quaitätsmanagement und eine Fehlerkultur sucht man wohl in vielen Spitälern leider noch vergeblich – ausser in dem gedruckten „theoretischen“ Werbeprospekt.
    Was soll man machen ? Ich würde den Damen eine Tafel Schoggi und die Hoffnung auf ein zukünftiges besseres Engagement überbringen. Das könnte Wunder wirken.

    Gefällt mir

  2. Ha, genau so ging’s mir auch mal 🙂
    Hatte ’nen Termin mit einem Neurologen in einem riesigen Uni-klinikum. An der Anmeldung haben sie mich auf die Epilepsie-Station geschickt. Da saß ich dann. Hab mich natürlich auch dort angemeldet: „Ja, ja, wir kümmern uns gleich um Sie“. Nach einer Dreiviertelstunde kam dann eine Ärztin, führte mich in ein Zimmer auf der Station und fragte mich, was ich denn eigentlich will. Nochmal alles vorgetragen. „Ja, da sind Sie bei uns falsch!“ und hat mich wieder rausgeschickt. So, da saß ich dann wieder, weil nirgendwo eine Schwester war und ich immer noch nicht wusste, wo ich denn nun hinsollte. War echt blöd weil ich befürchtete, das der Arzt nun keine Zeit mehr für mich hätte.
    Und auf einmal geht die Stationstür auf, ein junger Doktor kommt mit Entourage rein, schaut mich an und sagt „Kann es sein, dass wir einen Termin haben?“. Er hat sich unnötigerweise bei mir entschuldigt, mich an den richtigen Ort gebracht, noch schnell seine Entourage gebrieft und dann ein 1-stündiges Gespräch mit mir geführt.
    Ehrlich, dass war und ist mein persönlicher Held 🙂

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s