Alltag im Spital: Ops-Vorbereitung

Der Ops, kurz für „Operationssaal“. Where the macig happens, sozusagen.

Wir operieren 5 Tage die Woche, wobei sich die einzelnen Tage auf verschiedene Fächer aufteilen. Zum Beispiel operieren die Gynäkologen immer Mittwochs, alle anderen machen dann nur Notfälle. Am Montag und Freitag operiert der Allgemeinchirurg, Dienstag und Donnerstag die Orthopäden. Da die Gyn eine eigene Assistenzärztin hat, helfen wir am Mittwoch nur aus, wenn sie nicht da ist. Es gibt zwei Operationssäle. Das ist nicht viel, aber mehr brauchen wir meist auch nicht.

Morgens entscheiden die Assistenzärzte, wer in welcher OP assistiert. Wir entscheiden nach Interesse, Lust, Laune oder Arbeitsaufkommen auf der Station. Dann geben wir dem Ops-Personal durch, wer in welcher Operation assistieren wird, und die bieten uns dann direkt auf, wenn es soweit ist.

Weit bevor es losgeht, ruft mich jemand von der Ops-Pflege an und gibt mir Bescheid. Dann gehe ich in die Garderobe und muss mich umziehen. Der kleine Raum ist durch einen Balken getrennt. Wenn ich Schuhe, Hose und Shirt ausgezogen habe, klettere ich mit meinen kurzen Beinen über den Balken. Nun ziehe ich die Ops-Kleidung an: Blaues Shirt, blaue Hose. Und hässliche, aber praktische Ops-Schuhe, ähnlich wie Crocs. Weil man die einfach waschen kann.

Über die Haare ziehe ich zwei Hauben. Eine normale und eine, welche unten zwei Bändel hat, die ich um den Hals nehme und hinten zusammenbinde. So bin ich sicher, dass keine Haare mehr herausgucken, weil manche Ops-Schwestern die Angewohnheit haben, einem solche Haare auszureissen. Ebenfalls kommt ein Mundschutz dazu und meist eine Brille. Nicht, weil ich eine brauche, sondern damit mir nichts ins Auge spritzt. Bei manchen Operationen ist die Spritzgefahr hoch, zum Beispiel in der Orthopädie. Wenn ich keine Brille trage und mir spritzt etwas ins Auge, zahlt die Versicherung nichts.

Die Händedesinfektion mache ich mit Sterilium, also Händedesinfektionsalkohol. Zuerst reibe ich mir damit die Unterarme bis nach den Ellbogen ein, dann die Unterarme bis vor den Ellenbogen, dann nur die Hände bis und mit dem Handgelenk. Das jeweils etwa eine Minute. Dann kann ich den Saal betreten. Ich stelle mich in eine Ecke oder sitze auf einen Stuhl, und warte darauf, dass mich die Ops-Schwester einkleidet.

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